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Wer an dieser Stelle etwas über unseren Umzug erwartet (hat), den muss ich leider enttäuschen. Wer über unseren Umzug mehr wissen möchte schreibt mir am besten eine E-Mail:
«« E-Mail an Holger »»
Unser Umzug hatte viele Gründe. Im Vordergrund stand die schlechte Ausbildung von Kindern, die zu erwartende Mehrbelastung an Steuern und Sozialbeiträgen sowie drei - ich nenne es mal - Gesetzes-schwachstellen, welche u n s solche erhebliche, monatliche Einbussen bescherrt hätten, das wir unseren Lebenstandard um rund 30 (dreissig) Prozent hätten senken müssen.
Finanziell besser geht es uns sicher nicht, auch wenn viele der Meinung sind, in unserem neuen Zuhause fällt das Geld von den Bäumen. Aber es geht uns auch nicht schlechter als zum Auswanderungszeitpunkt in Deutschland.
Nach fast einem Jahr ist sicher, dass alle erwarteten Änderungen in Deutschland eingetreten sind, es erhebliche positive Unterschiede in der Ausbildung der Kinder gibt und wir unseren Lebensstandard, wenn wir unsere Altlasten aus/in Deutschland und die Umzugskosten nicht gehabt hätten, durchaus hätten halten können.
Aber auch diese Zeit wird irgendwann einmal vorbei sein. Dafür werden wir schon Heute mit der Freundlichkeit der Menschen, Lebensqualität (die ja nicht immer nur Geld sein muss) und guten Zukunftsaussichten belohnt.
Hat sich eigentlich schonmal jemand Gedanken über die Auswanderungszahlen gemacht? Sicher, 145¹000 (war ja nur die höchste Quote seit 1954) in 2005, 2006 wurden 155.000 Fortzüge deutscher Personen registriert. Wie im Vorjahr waren auch 2006 die
Hauptzielländer die Schweiz, die USA und Österreich. Insgesamt ergibt sich zum zweiten Mal in Folge ein Wanderungsverlust deutscher
Bürgerinnen und Bürger, der sich deutlich von 17.000 Personen im Jahr 2005 auf 52.000 im Jahr 2006 erhöht hat. [Pressemitteilung vom 30.05.2007 | 07:55 Uhr des Statistisches Bundesamt, Deutschland] Wieviele es in 2007 sein werden ist nicht sicher - nur die Deutschen Autokennzeichen in unserem Auswanderungsland und eine aktuelle Nachricht in unserem Auswanderungsland, dass die Anzahl der Neuankömmlinge im 1. Halbjahr 2007 um 17 % gestiegen sind, lassen böses erahnen - hört sich nicht nach viel an....
Aber eine Stadt wie Mülheim ist nach nur einem Jahr komplett von der Deutschlandkarte gelöscht. Eine Stadt wie Köln in nur 3 Jahren! Weiter, auf zehn oder zwanzig Jahre möchte ich es nicht hoch- rechnen. Und was macht die Deutsche Politik - sie erhöht weiter die Steuern, erschafft Sendungen wie "die Auswanderer"...., streicht Infrastruktur- und Bildungsmassnahmen - ob das Zukunftsorientiert ist?
Auf die Frage warum schreibt das Statistische Bundesamt nur: "Die Abwanderungszahlen lassen keine weiteren Aussagen zum Hintergrund der Fortzüge zu. So ist keine Differenzierung möglich, ob der Fortzug eine Auswanderung auf Dauer oder nur eine befristete Ausreise ist, zum Beispiel im Rahmen einer Tätigkeit für ein
deutsches Unternehmen im Ausland. Es kann auch nicht unterschieden werden, ob es sich um Spätaussiedler, Eingebürgerte oder Deutsche
ohne Migrationshintergrund handelt."
Euer
Holger
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